Chronik der Feuerwehr Donop

Die Feuerwehr Donop wurde im Jahr 1810 als Pflichtfeuerwehr ins Leben gerufen. Bis zum Jahr 1931 gibt es keine und ab dem Jahr 1931 bis zum Kriegsende nur spärliche Notizen.

Ab April 1931 bis 1958 besaßen wir zwei von Pferden gezogene Handdruckspritzen. Davon eine selbstansaugende und eine mit Ledereimern von Hand zu füllende.

Ein Kassenbuch wurde ab 1938 geführt. Der älteste schriftlich festgehaltene Kamerad war der ehemalige Brandmeister Wilhelm Beins. Aus den Kassenbüchern geht hervor, dass die Feuerwehr bis 1941 durch private Darlehensaufnahme gefördert wurde.

Bei der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr am 1. 4. 1941 wurde ein Tragkraftspritzenanhänger (TSA) der Firma Mayer/Hagen angeschafft, der von geliehenen Traktoren oder per Zugriemen von Kameraden gezogen wurde. Er diente der Gruppe bis 1958. Zusammen mit den schon erwähnten Handdruckspritzen, musste er aus Platzgründen einer Neuanschaffung weichen. Leider wurden die Handdruckspritzen verschrottet. Bei der Neuanschaffung handelte es sich um ein Feuerlöschkraftfahrzeug TSF-T der Marke DKW, mit einer Tragkraftspritze der Firma Bachert. Gleichzeitig wurde eine "Große, transportable handbetriebene Alarmsirene" in den Dienst gestellt. Die Übergabe erfolgte durch den damaligen Feuerlöschverbandsvorsitzenden Donops, Fritz Beermann.

Dem Feuerlöschverband Donop gehörten die selbständigen Gemeinden Altendonop, Donop und Dalborn an.

Das erwähnte TSFT begleitete die Gruppe Donop 26 Jahre lang durch Höhen und Tiefen, sowohl als feuerwehrtechnisches wie auch als Mannschafts‑Transportfahrzeug.

Als Beispiel sei erwähnt, dass während einer Übung im September 1972 ein Lager auf der Kurbelwelle festbrannte. Dem Traktor, der mittels eines Seiles das Feuerwehrfahrzeug zog, begegnete ein Reporter, so dass in der Zeitung zu lesen war: "Zum Glück handelte es sich um eine Übung. Aber jederzeit kann der Ernstfall eintreten."

Im Jahre 1984 gestaltete sich die Ersatzteilbeschaffung so schwierig, dass dieses Fahrzeug leider in den verdienten Ruhestand gegeben werden musste. Da sich seit 1973 ein zweites Feuerwehrfahrzeug der Marke Ford im Dienst der Gruppe befand, stand diese nicht ohne technisches Gerät da.

Die Gruppe Donop vergrößerte sich auch ohne Jugendfeuerwehr stetig durch jüngere Kräfte. 1985 konnte die Gruppe ein ausgedientes Baustellenfahrzeug in einen Mannschafts‑Transportwagen umbauen. Dies wurde durch Spenden der Bevölkerung, viel Eigenleistung und dem Erlös durchgeführter Altpapiersammlungen möglich.

Die personelle Stärke der Gruppe Donop betrug im Gründungsjahr 1941 33 Mann, wovon 27 Kameraden der Pflichtfeuerwehr entstammten. Durch die Auswirkungen der Kriegsjahre ergab sich ein personeller Schwund, so dass im Jahr 1942 eine Frauengruppe von 8 Kameradinnen unter Führung von Emmi Schröder verpflichtet wurde. Diese mussten einen wöchentlichen Übungsbetrieb von 3 Stunden absol­vieren, damit der Brandschutz in den Kriegsjahren in den Gemeinden Altendonop, Donop und Dalborn gesichert war.

Mit Ende des Krieges löste sich diese Gruppe auf und der normale Übungsbetrieb der Freiwilligen Feuerwehr begann wieder.

1951 erreichte die Gruppe einen personellen Tiefstand. Am 1. 4. 1951 begann eine zusätzliche jüngere Gruppe unter Leitung von Wilhelm Deppe einen sehr regen Übungsbetrieb. Schon im folgenden Jahr beteiligte sich die neue Gruppe an den Leistungsbewertungen der Feuerwehren, dessen Ziel sie durch technisches Versagen der Pumpe nicht erreichte. Bis zum Jahr 1958 ereilte die Gruppe bei den Leistungsbewertungen das selbe Schicksal. Kameraden von damals: "Wir konnten machen was wir wollten. Aber im Ernstfall war auf die TS/8 immer Verlass."

Die Mannschaftsstärke pendelte sich in den folgenden Jahren bei 24 Kameraden ein. Durch die "Neuordnung der Freiwilligen Feuerwehren" 1977 ergab sich, dass die Gruppen Brüntrup und Großenmarpe in ihrer Mannschaftsstärke verblieben, jedoch ohne jegliches feuerwehrtechnisches Gerät dastand.

Um einen geordneten Übungsbetrieb und somit ein Überleben der Gruppe Großenmarpe zu gewährleisten, vereinigte sich Donop und Großenmarpe zum Löschzug Donop/Großenmarpe.

Die momentane Stärke der Gruppe Donop beträgt 19 aktive und 14 Kameraden der Ehrenabteilung.

Der Fahrzeugbestand wurde stetig erneuert. Im Jahr 1994 musste das TSF der Marke Ford seinen aktiven Dienst beenden. Als Ersatzbeschaffung wurde ein TSF-W der Marke MB mit Aufbau Ziegler in den Dienst gestellt. 1997 konnten wir durch eine Neuanschaffung in Blomberg, den dort stationierten ELW (VW T2) gegen den auszumusternden Bulli tauschen.

Im Herbst des Jahres 2002 wurde das TSF-W an die Löschgruppe Eschenbruch abgegeben, da eine Neuanschaffung nicht in die dortige Fahrzeughalle passte. Wir bekamen ein neues TSF-W der Marke MAN mit Aufbau Schlingmann.

Bis zum Jahr 1965 diente der Gruppe ein alter Fachwerkschuppen als Geräteunterstand. Nach langen zähen Grundstücksverhandlungen begann der Neubau des jetzigen Feuerwehrgerätehauses 1964. Im folgenden Jahr wurde der Neubau der Gruppe Donop übergeben, welche dieses zünftig zu feiern wusste.

1990 wurde der vorhanden Dachboden (Gerümpelraum) zu einem komfortablen Schulungsraum ausgebaut und im Jahr 2002 wurde eine grundlegende Renovierung der Außenfassade und der Außenanlage durchgeführt.

Die Brandmeister/Gruppenführer der Feuerwehr Donop seit ihrer Gründung

von 1933 bis 1944 Wilhelm Beins

von 1944 bis 1946 Fritz Winter

von 1946 bis 1965 Fritz Wehrmann

von 1965 bis 1975 Fritz Petig

(von 1975 bis 1994 Wehrführer der Großgemeinde)

von 1976 bis 1978 Heinz Gabriel

von 1978 bis 1990 Jürgen Petersmeier

von 1990 bis 1994 Karl-Heinz Brakemeier

(von 1994 bis 2008 Wehrführer der Großgemeinde)

(ab 2008 Kreisbrandmeister Kreis Lippe)

von 1994 bis 2003 Volker Gogol

von 2003 bis Heute Heiko Mühlenmeier


Nennenswerte Brände:

11.07.1934 Paul Grote

05.09.1938 Friedrich Wesemann

29.11.1952 Fritz Meier

06.09.1967 Heinz Schröder

25.08.1971 Heinrich Issel

13.10.1972 Brodert

15.04.1978 Fritz Meier

16.09.2000 Reitstall

25.11.2000 Fa. Kracht