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Blomberg-Donop.
Vor gut zehn Jahren schlossen die Donoper einen Bund mit dem Weißstorch,
dem „Vogel des Jahres 1989“. Dieser Schritt blieb nicht ohne Folgen. „Das
hat sich so gut bewährt, dass wir vor zwei Jahren einen Kindergarten
bauen mussten“, erzählt Ortsvorsteher Helmut Lehmann mit einem
Augenzwinkern.
Wenn
auch nicht in dieser fabelhaften Weise – der Einzug der Störche hatte
durchaus Frucht bringenden Einfluss auf das Leben in Donop. 1988
beschlossen die Bewohner, ihr Dorf Storchengerecht zu gestalten. Heinz
Brakemeier, Leiter der Aktionsgemeinschaft „Storch und Umwelt“: „Wenn
sich der Storch wohl fühlt, ist das ein Zeichen für eine heile Umwelt.“
Die Donoper pachteten eine Wiese, die sie zur Feuchtwiese machten,
förderten den Erhalt von Teichen und Tümpeln und setzten Storchennester.
Die ersten zwei Storchenpaare hielten 1989 Einzug. Seitdem sind 55
Jungstörche vom Donoper Horst aus in die weite Welt gezogen. Die Donoper
freuen sich immer, wenn sie vom zentralen Storchenregister auf Helgoland
Nachricht über einen „ihrer“ Störche erhalten. „Einer brütet in
Schleswig-Holstein und einer ist an der Weser ansässig geworden“, weiß
Brakemeier. Aber nicht nur die Störche fühlen sich wohl im Ort, seit die
Donoper sich für die Umwelt stark machen. Besonders stolz sind die
Donoper darauf, dass sich sowohl ein Eisvogel als auch eine Wasseramsel
ihren Ort zum Brüten ausgesucht haben. Die Bedingungen dafür schafft, mit
viel Engagement, die Aktionsgemeinschaft: Wettbewerbe für den schönsten
naturnahen Gartenteich haben sie ausgeschrieben, regelmäßig findet ein
„Dorfputz“ statt, werden Kopfweiden gestutzt und Hecken fachgerecht
geschnitten. Naturnah – ja, aber „hinterm Berg“ ist Donop darum noch
lange nicht. Handwerk und Gewerbe sind äußerst aktiv: Mehr als 250
Menschen haben ihre Arbeitsplätze im Dorf.
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Stand 2000
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Storchenparadies auf dem Dach des Hauses Frevert.
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Außerdem gibt es ein reges Vereinsleben, das – so berichtet
Lehmann – sehr vom Bau des Dorfgemeinschaftshauses profitiert habe. 1989
wurde die alte Schule zum Gemeinschaftshaus umgebaut. Hier findet alles
statt – von Bürgerversammlungen bis zum legendären „Storchenkarneval“.
Dorfgemeinschaftshaus, Kirche, Sportplatz und Dorfkneipe bilden ein
kompaktes und belebtes Ortszentrum. Was so schön daran ist, in Donop zu
leben, wissen Helmut Lehmann und Heinz Brakemeier genau: Die Menschen
verstehen sich – ganz gleich ob sie aus Gehrenberg, Kirchdonop,
Hagendonop oder Lüdershof stammen. Brakemeier: „Hier hilft jeder jedem,
und das ist das Schöne.“ Und Sinn für Humor haben sie auch, die Donoper.
Das zeigt eine Legende, die sich um den Namen „Donop“ rankt: Danach soll
ein tapferer Recke aus dem Geschlecht derer von Donop seinen Mitstreitern
bei der Erstürmung einer Burg ein aufmunterndes „do nup“ („da hinauf“)
zugerufen haben.
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Zumindest die Sturmleiter im Wappen der Familie von Donop,
die übrigens längst nicht mehr im Ort ansässig ist, spricht für die Geschichte.
Vielleicht hängt der Name aber doch eher mit dem Bach „Donope“, dem
früheren Wort für „Dombach“, zusammen. Ein Hinweis auf die alte Kirche,
die 1246 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde, und die bis heute ein
reichhaltiges Gemeindeleben aufzuweisen hat: Krabbelgruppen,
Jugendkreise, Blockflötenkinder, Posaunenbläser und viele andere Menschen
fühlen sich unter ihrem Dach Zuhause. „Wir haben schöne Wanderwege und
viel frische Luft“, legt Brakemeier allen ans Herz, die Donop einmal
besuchen wollen. Verfehlen können sie den Ort auf keinen Fall: Als
einziger Ort in Lippe hat Donop den Schnittpunkt eines Längen- und
Breitengrades aufzuweisen. 9o östlicher Länge, 52o nördlicher Breite.
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Hier lässt es sich Verweilen: Donop hat viele schöne Ecken, die sich
etwas verstecken.
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